Hohe Tierarztkosten: Was ist zu tun, wenn das Geld knapp ist?

Collie beim Tierarzt
Hohe Tierarztkosten sind für viele Hundehalter eine besondere Herausforderung. Foto: didesign021/Shutterstock.com
Hohe Tierarztkosten: Was ist zu tun, wenn das Geld knapp ist?
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Krankheiten, Unfälle oder erblich bedingte Ursachen können zu einer Erkrankung des Tieres führen. Natürlich will jeder gute Besitzer, dass es dem eigenen Liebling schon bald wieder besser geht. Die Nächstenliebe erhält aber einen ordentlichen Dämpfer, wenn der erste Blick auf die Tierarztrechnung fällt. Bereits sehr kleine Leiden des eigenen Haustieres können den finanziellen Rahmen sprengen. Doch was kann man tun, wenn die Behandlung des Tieres zu viel kostet?

Verschiedene Anlaufstellen

Die Behandlung beim Tierarzt kann mit hohen Kosten verbunden sein. Darunter fallen nicht nur die Behandlungskosten beim Tierarzt, sondern auch Medikamente, Nachbehandlungen, verwendete Instrumente und vieles mehr. Eine simple Krankheit kann schnell zum finanziellen Ruin führen. Daher überlegen sich viele Haustierbesitzer, die knapp bei Kasse sind, ob es nicht einen anderen Weg gibt. In erster Linie kann man Geld sparen, wenn man sich an die sogenannte “Tiertafel” wendet, die es in immer mehr deutschen Städten gibt. Kostenlos oder gegen einen geringen Betrag kann man hier Futterrationen für Haustiere abholen. Dadurch bleibt mehr Geld für die Tierarztrechnung. Sollte es aber schon zu spät sein, gibt es diverse Vereine und Initiativen, die bei der Bewältigung der Tierarztkosten helfen.

Was man selbst tun kann

Am besten bespricht man sich bereits vorher mit dem Tierarzt und erklärt diesem die eigene Situation. Auf keinen Fall sollte man die gesamte Behandlung in Anspruch nehmen und erst dann darüber nachdenken, wie die Kosten bewältigt werden. Zwar ist es bei den meisten Tierärzten üblich, dass eine sofortige Zahlung erfolgt, doch bei immer mehr Praxen ist auch eine Ratenzahlung möglich, Weiteres dazu hier. Das kann sehr hilfreich sein, wenn man langsam, aber sicher die Kosten bezahlen möchte. Außerdem sollte man die Preise der Tierärzte miteinander vergleichen. Tierärzte in der Stadt sind dabei meist teurer als in ländlichen Gebieten. Dadurch kann viel Geld gespart werden.

Wo bekommt man Hilfe?

Gerade chronisch kranke Tiere stellen eine große finanzielle Bürde da. Nun sollte man örtliche Tierheime, Tiertafeln sowie Tierschutzvereine anschreiben, anrufen oder besuchen. Solchen Institutionen liegt das Wohl der Tiere am Herzen und gleichzeitig wollen sie verhindern, dass die Tiere im Tierheim abgegeben werden. In Einzelfällen kann Hilfe von diesen Seiten erwartet werden. Auch Partnerschaften sind möglich. Auf keinen Fall schadet ein Gespräch mit solchen Institutionen, denn diese können auch Tipps geben, wo Tierhalter Hilfe finden. Ebenso sollte man sich über Vereine, Verbände und ehrenamtliche Einrichtungen informieren. Zwar ist eine finanzielle Unterstützung bei der medizinischen Versorgung eher eine Ausnahme, doch manchmal kann man Glück haben. Wichtig ist, dass man einen Nachweis der Behandlung mitbringt. Nur so können die Vereine sichergehen, dass das Tier wirklich eine Behandlung benötigt und die Kosten den finanziellen Mittel übersteigen. Bei Tiertafeln gibt es hingegen Hilfsangebote für tierärztliche Versorgung. Das bedeutet, regelmäßig sind Tierärzte und Tierheilpraktiker vor Ort. Bei einigen anderen Tiertafeln wird durch Spenden, Zuschüsse oder Vereinbarungen der Ratenzahlung bei der Bewältigung der Tierarztrechnung geholfen. Auch Unterstützung der Kastration ist keine Seltenheit mehr. Interessenten sollten aber bedenken, dass die finanziellen Mittel der Tiertafel stark begrenzt sind. Insofern kann nicht jede Tiertafel bei der medizinischen Versorgung helfen.

Ehrenamtlich arbeitende Tierärzte

Sprengen schon einfache Untersuchen den finanziellen Rahmen oder findet man nicht auf anderen Wegen Hilfe, kann ein ehrenamtlicher Tierarzt die richtige Adresse sein. In vielen großen Städten arbeiten Tierärzte am Wochenende ehrenamtlich und helfen bei der medizinischen Versorgung von Tieren von finanzschwachen oder obdachlosen Menschen. Medikamente werden in der Regel durch Spenden finanziert. Im Internet oder bei der Tiertafel kann man sich darüber informieren, wo ehrenamtliche Tierärzte arbeiten und wann diese wiederkommen. Das sollte aber der letzte Ausweg sein, denn die Ressourcen der ehrenamtlichen Tierärzte sollte nicht verschwendet werden, wenn die eigenen finanziellen Mittel für die Behandlung ausreichen. Es gibt andere Tierhalter und Haustiere, welche die Hilfe nötiger haben.

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