Bearded Collie: Wesen, Charakter, Mermale

Bearded Collie
Foto: Zuzule/Shutterstock.com
Bearded Collie: Wesen, Charakter, Mermale
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Das Erscheinungsbild des Bearded Collies

Der Bearded Collie ist vor allem als sehr aktiver Hund bekannt. Sein Körperbau wirkt auf den ersten Blick eher kräftig – unter dem vielen Fell ist aber in der Regel eine schlanke Statur zu erkennen. Der Bearded Collie zeichnet sich besonders durch seine aufgeweckte und nachforschende Art aus.
Viele Hunde-Bücher bezeichnen den Charakter des Bearded Collies wie folgt:

  • aufmerksam
  • selbstsicher
  • lebhaft
  • aktiv
  • zuverlässig
  • intelligent

Aggressionen oder nervöses Verhalten sind für den Bearded Collie hingegen absolut untypisch.

Woher stammt der Bearded Collie?

Über die Geschichte des Bearded Collie ist leider eher wenig bekannt. Da die meisten zotteligen Hütehunde aus dem Osteuropäischen beziehungsweise Asiatischen Raum stammen, liegt die Vermutung nahe, dass der Bearded Collie dort ebenfalls seine Wurzeln hat. In der Literatur steht geschrieben, dass der Bearded Collie bereits im 15. Jahrhunder in Schottland als Hütehund in der Schafszucht eingesetzt wurde. Seinen Namen hat der Bearded Collie auf Grund seines Barts, der über die Lefzen und vom Kinn herab wächst.

Bearded Collie – Ein Multitalent auf vier Pfoten

Arbeitsfreudig, intelligent und selbstbewusst, ein Paradebeispiel des Gebrauchshundes, aber auch ein liebenswerter Familienhund, der stets den Überblick behält. Sein langes, üppiges Haarkleid fällt bei dem mittelgroßen Hund sofort auf. Während er früher zur Bewachung der Schafherde eingesetzt wurde, bewacht er heute seine Besitzer. Der friedliebende Bearded Collie ist ein ausgesprochener Familienhund, der mit Kindern und anderen Haustieren gut zurechtkommt.

Der Bearded Collie ist keine Modeerscheinung

Obwohl der Bearded Collie erst seit ein paar Jahren so richtig auf sich aufmerksam machte, ist es kein Modehund und keine neue Rasse. Seine Herkunft geht auf eine sehr alte Hütehunderasse Schottlands zurück. Die Rasse gab es schon vor langer Zeit, die Römer verwendeten genau diese Rasse als Haus- und Viehwächter. Der Bearded Collie, kurz Beardie genant, war damals ein exzellenter Bewacher der Häuser und Tierherden. Sein typisches Aussehen ist von seinem Bart geprägt, der am Kinn und Oberlefzen wächst. Die weiten Distanzen, die der Bearded Collie früher zurücklegte, um Diebe oder Fremde zu verjagen, sind auch heute noch kein Problem für den lauffreudigen Hund.

Die Entstehung der Rasse

Der Bearded Collie, der gerne als Schäferhund Schottlands bezeichnet wird, soll durch eine Züchtung mit dem Greyhound entstanden sein. Die schottischen Schafe mit den typischen schwarzen Gesichtern und Beinen werden colleys genannt und so wurde aus dem colley-dog wahrscheinlich später der Collie. Der gute Bewacher zeigt sich Fremden gegenüber reserviert und im Vergleich zum Border-Collie wurde der Bearded Collie für weitaus schwierigere Aufgaben, wie etwa das selbstständige Treiben ganzer Herden aus den Bergen, eingesetzt.

Der Bearded Collie muss gefördert werden

Der Bearded Collie zählt zu den Britischen Hütehunden und zu seinen Aufgaben gehörte die Bewachung der Schafherden. Im Laufe der Zeit war es nicht mehr erforderlich, Schafherden vom Hund bewachen zu lassen. Neue Technologie, wie beispielsweise elektronisch gesicherte Weidezäune, breiteten sich aus, die Schafherden wurden kleiner und die Raubzüge und Diebstähle ganzer Herden gehören ebenso der Vergangenheit an. Plötzlich war die Arbeit des Bearded Collies nicht mehr gefragt und mit Beginn des 20. Jahrhunderts stand es gar nicht gut um die Rasse. Dennoch sind Züchter bemüht, dass der Bearded Collie kein Schoß- beziehungsweise Modehund wird. Dazu gehört auch, dass bei der Zucht auf sein Aussehen und eine Merkmale großer Wert gelegt wird. Neben dem dichten Haarkleid muss der Züchter den eleganten Körperbau und die Wendigkeit berücksichtigen. Der Bearded Collie ist zwar kein Marathonläufer, aber der regelmäßiger Auslauf und sein Arbeits- und Spieltrieb bis ins hohe Alter müssen vom Hundehalter berücksichtigt und befriedigt werden.

Steckbrief des Bearded Collies

Der Bearded Collie erreicht eine Schulterhöhe von 56 bis 60 Zentimeter. Sein Kopf ist schmal und flach und er verfügt über harmonische Proportionen von Schädel und Fang. Die kleinen Ohren sind zu einem Drittel gekippt, die Augen sind mittelgroß, dunkelbraun, mandelförmig und schräggesetzt. Der Körper ist muskulös, die Rute lang, hängend und die Spitze leicht aufwärts gebogen. Das dichte, lange Deckhaar besitzt eine weiche und dichte Unterwolle. Vertretene Farben sind Gelbweiß, dreifarbig – schwarz mit weißen und gelbbraunen Abzeichen – und Blauschimmel. Die Lebenserwartung liegt bei rund 13 Jahren.

Das Wesen des Bearded Collie

Ein Bearded Collie soll Mut, Stärke und Selbstsicherheit vereinen. Seine ursprünglichen Funktionen als Hütehund sind bis heute vorhanden. Bearded Collies lernen leicht, brauchen aber eine konsequente Erziehung. Als geduldiger Familienhund, treuer Freund und Sport-Ass bereichert er das Leben des Hundehalters. Der Bearded Collie braucht körperliche und geistige Herausforderungen. Ein Hund, der für all jene Menschen geeignet ist, die mindestens ein bis zwei Stunden Zeit pro Tag für ihn haben. Der Bearded Collie ist in jeder Sportart zu Hause. Obedience, Agility oder Mantrailing, diese Rasse ist mit Einsatz und Freude an der Seite seines Besitzers.

Pflege des Bearded Collies

Zur Beschäftigung des Hundes gehört auch die Fellpflege. Der Bearded Collie gehört nicht zu den pflegeleichtesten Hunderassen, wie es Tiere mit Kurzhaar sind. Schon die Welpen müssen an die regelmäßige Fellpflege gewöhnt werden. Viel Lob und so manches Leckerli helfen, damit sich die Welpen an das regelmäßige Bürsten und Kämmen gewöhnen. Schnell merkt er, dass die Fellpflege weder unangenehm noch schmerzhaft ist. Als Richtwert gilt, dass der Hundeliebhaber ungefähr zwei bis drei Stunden pro Woche für die Fellpflege kalkulieren muss. Ob der Bearded Collie geschoren werden muss oder nicht, darüber sind Züchter und Hundeexperten nicht immer gleicher Meinung. Das lange Haar ist ein perfekter Klimaschutz für den Hund und bei regelmäßiger Fellpflege ist es nicht erforderlich, den Hund zu scheren. Andererseits ist das dicke, lange Haarkleid im Sommer ein Problem für den Bearded Collie. Das Gewicht der Haare kann den Hund sogar beim Gehen Schwierigkeiten bereiten, obwohl das Tier weder alt noch herzkrank ist. Ist das Haarkleid verfilzt oder mit Parasiten, wie Flöhe oder Zecken befallen, sollte der Bearded Collie auf jeden Fall geschoren werden, wobei jedoch die Unterwolle erhalten bleiben muss.

Über Alina und Marvin 109 Artikel
Alina und Marvin sind seit 2016 stolze Besitzer eines Amerikanischen Langhaar Collies names Lio. Dieser Blog dient dazu, Erfahrungen mit Collies und allerlei Themen rund um den Hund festzuhalten.

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