Hypoallergenes Hundefutter: Eine Wohltat für sensible Hunde

Hypoallergenes Hundefutter: Eine Wohltat für sensible Hunde
Hypoallergenes Hundefutter ist vor allem für empfindliche Hunde, Junghunde und Welpen zu empfehlen. Foto: Bainca Grueneberg/Shutterstock.com

Nicht nur bei immer mehr Menschen treten Allergien auf, auch viele Hunde sind davon betroffen. In den letzten zehn Jahren hat sich das Auftreten verdoppelt, inzwischen leidet jeder fünfte Hund an Symptomen einer Allergie. Die Ursachen dafür sind sehr vielfältig, häufig reagierten Hunde auf Inhaltsstoffe der Nahrung allergisch. Dieser Zustand ist nicht heilbar, Abhilfe kann aber durch hypoallergenes Hundefutter geschaffen werden.

Futterunverträglichkeit oder Futterallergie?

Hundefutter besteht aus verschiedenen Bestandteilen, aus Fleisch, Gemüse und Getreide. Diese tierischen und pflanzlichen Eiweiße, kurz Proteine genannt, können bei manchen Hunden zu unerwünschten Reaktionen führen. Dabei wurde festgestellt, dass einheimische Fleischsorten, wie Rind, Lamm oder Huhn eher zu allergischen Reaktionen führt, wie exotische Sorten, wie zum Beispiel Känguru oder Strauß. Auch einige Getreidesorten, wie Weizen wird nicht von jedem Hund vertragen. Zusatzstoffe, wie Konservierungsstoffe, bei gekauftem Futter werden dagegen meistens gut vertragen. Es sind also nicht die Hundebesitzer unbedingt auf der sicheren Seite, die das Futter selbst zubereiten. Auch in diesem kann etwas drin sein, was der Hund nicht immer verträgt. Wenn ein Hund manche Bestandteile des Futters nicht verträgt, hilft oft hypoallergenes Hundefutter.

Wenn ein Hund vom Futter Beschwerden bekommt, kann es entweder eine Futterunverträglichkeit oder eine Futterallergie sein. Der Unterschied ist, dass es bei einer Unverträglichkeit sofort zu Beschwerden kommt. Bei einer Allergie bildet der Körper gegen bestimmte Stoffe Antikörper. Erst durch einen Auslöser oder durch Aufnahme dieser Stoffe kommt es zu einer Reaktion. Das ist mit ein Grund, warum oftmals eine bestimmte Futtersorte über Jahre ohne Beschwerden gerne gefressen und vertragen wird und es mit einem Mal scheinbar ohne einen bestimmten Grund Beschwerden macht.

Symptome einer Unverträglichkeit

Wenn ein Hund sein Futter nicht verträgt oder darauf allergisch reagiert, leidet er. Das zeigt sich durch Juckreiz, Hauterkrankungen, Fellverlust oder Magen- und Darmbeschwerden wie Erbrechen oder Durchfall. Diese Anzeichen treten aber auch bei anderen Erkrankungen auf. Juckreiz, Hautirritationen oder Haarausfall können auch bei Schädlingsbefall, wie von Flöhen oder Milben, auftreten. Magen- und Darmbeschwerden können auch von Vergiftungen, falschem Futter, wenn der Hund aus Pfützen getrunken hat oder im Winter sich Salz von den Pfoten geleckt hat, kommen. Um festzustellen, worunter der Hund leidet, kann er von seinem Besitzer selbst untersucht werden oder dem Tierarzt vorgestellt werden. Denn Untersuchungen haben ergeben, dass allergische Reaktionen auf Inhaltsstoffe des Futters erst nach Allergie auf Flohspeichel oder die Atopische Dermatitis an dritter Stelle auftreten.

Welche Hunde sind betroffen?

Es kann nicht pauschal gesagt werden, welche Hunde irgendwann in ihrem Leben von einer Futterunverträglichkeit oder Futterallergie betroffen sein können. Sowohl junge als auch ältere Hunde, reinrassige oder Mischlinge können darunter leiden. In vielen Fällen tritt sie im ersten Lebensjahr auf, aber auch ältere Hunde können mit einem Mal darunter leiden, zum Beispiel, wenn die Rezeptur des gewohnten Futters verändert wurde.

Auch kann nicht allgemein gesagt werden, dass eine Futterunverträglichkeit oder Futterallergie mehr bei kleinen oder großen Hunden auftritt. Allerdings haben Umfragen bei Tierärzten und Hundebesitzer ergeben, dass besonders Labradore, Golden Retriever, Deutsche Schäferhunde und West Highland White Terrier häufiger betroffen sind. Besitzer dieser Rassen können durch hypoallergenes Hundefutter vorbeugen.

Feststellen einer Unverträglichkeit

Sollte der Verdacht bestehen, dass ein Hund sensibel auf sein Futter reagiert, sollte dass vom Tierarzt abgeklärt werden. Dabei muss sich der Besitzer klar sein, dass die Feststellung sich über mehrere Wochen hinzieht und der Tierarzt auf seine Mithilfe angewiesen ist. Je genauer die Angaben sind, um so hilfreicher ist es. Im Besonderen muss der Tierarzt wissen, welches Futter gegeben wurde, als die Symptome auftraten und ob eventuell die Marke oder Sorte kurz vorher gewechselt wurde.

Die eigentliche Feststellung zieht sich über mehrere Wochen hin und erfolgt als Ausschlussdiät. Dabei erhält der Hund ein Futter, das nur aus einer Proteinquelle und einem Kohlenhydrat besteht. Sehr wichtig ist, dass der Hund diese Sorte noch nie gefressen hat. Deshalb beinhaltet es oft exotische Zutaten. Wenn sich der Zustand des Hundes gebessert hat, erhält er wieder das Futter, das ihm nicht so gut bekommen ist. Kommt es wieder zu Reaktionen, ermittelt der Tierarzt die Stoffe, die die Beschwerden auslösen. Liegt eine Allergie vor, kann das durch Bluttests festgestellt werden. Der Besitzer erhält einen Plan, welche Inhaltsstoffe beim Futter erlaubt sind. Wichtig ist, dass sich der Besitzer an die Trocken- und Nassfutter Empfehlung des Tierarztes hält.

Wird eine Futterunverträglichkeit oder Futterallergie festgestellt, muss der Besitzer wissen, dass diese nicht heilbar sind. Um Beschwerden zu vermeiden, muss die Ernährung umgestellt werden. Entweder der Besitzer bereitet das Futter anhand der Liste oder er verwendet fortan hypoallergenes Hundefutter. Wichtig ist auch, in Zukunft auf die Inhaltsstoffe bei Leckerlis zu achten und den Hund nicht mehr am Tisch zu füttern. Wie Menschen, die an Allergien leiden, sind viele Hunde gleichzeitig auf mehrere Sachen allergisch und dass nicht nur auf Bestandteile im Futter.

Was ist hypoallergenes Hundefutter?

Dieses Futter enthält nur wenig Sorten an Proteinen und kann deshalb auch nur wenige Allergien auslösen. Oft enthält es exotische Fleischsorten anstelle der einheimischen. Statt Getreide werden Kartoffeln zugesetzt. Für die verschiedenen Unverträglichkeiten oder Allergien wird spezielles hypoallergenes Hundefutter angeboten. Wird erstmals solches Futter verwendet, sollte sich der Besitzer eines betroffenen Hundes im Klaren sein, dass es bis zu mehreren Monaten dauern kann, bis die Symptome abgeklungen sind und sich der Zustand des Hundes wieder gebessert hat.

Allerdings ist solch ein Futter nicht immer ein Allheilmittel. Mancher Hund kann auch auf ein hypoallergenes Hundefutterallergisch reagieren. Oder der Hund frisst es aus irgendeinem Grund nicht, zum Beispiel weil es ihm nicht schmeckt. Oft heißt es ausprobieren, bis das passende Futter gefunden ist. Denn der Hund ist oftmals über viele Jahre auf dieses spezielle Futter angewiesen.

Für hypoallergenes Hundefutter gibt es verschiedene Bezugsquellen. Am einfachsten ist der Kauf beim Tierarzt. Hier sind Daten über den Hund schon im Computer und leicht das Passende gefunden. Beim Kauf im Zoohandel muss der Hundebesitzer die Liste der Inhaltsstoffe vor dem Kauf genau durchlesen. Auch im Internet wird hypoallergenes Hundefutter angeboten. Auch hier ist auf die Zutaten zu achten. Bei vielen Anbietern können Probepackungen bestellt werden. So können die Besitzer eines betroffenen Hundes herausfinden, ob es das Richtige für ihren vierbeinigen Liebling ist.

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